Russland, mein Russland, wie liebe ich dich – Protest einer ukrainischen Autorin

FAZ 10.03.2014 · Von Tanja Maljartschuk ·

Über Jahrhunderte hat sich Russland die Ukraine als schwächlichen Vasallen gehalten. Jetzt hat es mit dem Mut seiner Bürger zu tun. Was die Schriftstellerin Tanja Maljartschuk dem mächtigen Nachbarn zu sagen hat.

Tanja Maljartchuk Foto: Tamara Marszalkowski

Tanja Maljartchuk
Foto: Tamara Marszalkowski

Russland, du bist ein großes und reiches Land. Sage mir bitte, wozu brauchst du jetzt auch noch mein Land und mein Geld? Innerhalb der letzten drei Monate habe nur ich alleine, obwohl ich nicht fest angestellt bin, mehr als tausend Euro für den Majdan gespendet. Du fragst dich ständig: wer hat die Faschisten auf dem Majdan in Kiew finanziert? Der ukrainische Expräsident, den du jetzt für legitim hältst und bei dir versteckst, wollte das auch wissen und seine (oder waren es deine?) Mörder nagelten uns ans Kreuz, damit wir aufgeben und endlich gestehen. Ich gestehe also – ich hab es getan, alle meine Freunde und Bekannten haben es getan, und auch viele von denen, die ich nicht kenne, weil es nicht möglich ist, Millionen Menschen zu kennen.

weiterlesen in der FAZ